Einführung des Deponieselbstüberwachungssystems ADDISweb in NRW - Ziele und erste Erfahrungen

Das Abfalldeponie-Dateninformationssystem ADDIS dient der Erfassung, Übermittlung, Archivierung und Bereitstellung von Daten, die im Zuge der Deponieüberwachung anfallen bzw. für diese benötigt werden. Im Jahr 1998 wurde das Informationssystem in Nordrhein-Westfalen eingeführt. Das Land Nordrhein-Westfalen hat damals die Deponieselbstüberwachungsverordnung erlassen, in der die Pflichten der Deponiebetreiber bezüglich der Deponieselbstüberwachungsverordnung geregelt sind. Eine dieser Pflichten umfasst die Übermittlung der Daten in digitaler Form nach einer festgelegten Schnittstellendefinition.


Der technische Fortschritt ließ es sinnvoll erscheinen, das Informationssystem nach über 10 Jahren nahezu unveränderten Betriebs grundlegend neu zu konzipieren. Dabei sollten insbesondere die Möglichkeiten der Kommunikation via Internet genutzt werden. In den Jahren 2008 bis 2010 wurden die inhaltlichen und technischen Anforderungen an ein neues System detailliert beschrieben. Das LANUV NRW hat hierzu einen begleitenden Arbeitskreis einberufen, in dem Deponiebetreiber, Landes- und Kreisbehörden vertreten sind, um die fachlichen Anforderungen an den Bedürfnissen der unmittelbaren Nutzer des Systems zu orientieren.

Seit Ende 2009 wird das Informationssystem nach diesen Anforderungen aufgebaut. Die Deponieselbstüberwachungsverordnung ist zu diesem Zweck 2010 novelliert worden. Seit Januar 2011 ist das System in der ersten Umsetzungsstufe in Betrieb; die Erfassung der Daten ist seit April 2011 vollständig möglich. Die weiteren Umsetzungsstufen sollen bis Ende 2012 abgeschlossen sein.



Copyright: © ICP Ingenieurgesellschaft Prof. Czurda und Partner mbH
Quelle: Rekultivierung von Deponien und Altlasten 2011 (Oktober 2011)
Seiten: 10
Preis: € 5,00
Autor: Dr. Michael Tiedt
 
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