Als Erweiterung der klassischen fluoreszenzmikroskopischen Analyse der im Biogasfermenter lebenden Mikroorganismen, wurde anhand ihres Auftretens und der Häufigkeit der unterschiedlichen Gruppen methanbildender Organismen für verschiedene Biogasanlagen- und Substrattypen, ein anlagenspezifischer Stabilitäts-Indikator (MT-Faktor) ermittelt.
Dieser Faktor gibt die unter den vorherrschenden Prozessbedingungen optimale Biologie wieder und lässt sich als grundlegender Indikator bei der prozessbiologischen Beratung berücksichtigen. In einer Leistungsstudie des Labors der MT-Energie GmbH konnte gezeigt werden, dass es bei Veränderungen im Gärprozess zu einer Abweichung des für die Anlage spezifischen Stabilitäts-Indikators kommt. Anhand der Aktivitätsanalyse der methanbildenden Mikroorganismen, ihrer Zellzahl und ihrer Bedeutung für die gesamte anaerobe Biologie konnte die Vitalität des Gärprozesses auch während einer Prozessstörung eindeutig dargestellt und verfolgt werden. Durch die Analysen verschiedener Schweine- und Rindergüllen konnte ebenfalls der Einfluss von Hemmstoffen Desinfektions- oder Reinigungsmittel) direkt und ohne langwierige Nachweismethoden, anhand der mikrobiellen Aktivität und des MT-Faktors nachgewiesen werden. Durch die Auswertung der Aktivität der methanbildenden Mikroorganismengemeinschaft konnte der zu erwartende Einfluss von Hemmstoffen in den eingesetzten Güllen vor dem Eintrag in den Fermenter nachgewiesen und auf diese Weise Prozessstörungen vermieden werden.
Copyright: | © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock |
Quelle: | 7. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2013) |
Seiten: | 10 |
Preis: | € 0,00 |
Autor: | Lukas Neumann Carsten Tietjen Norbert Rilling |
Artikel nach Login kostenfrei anzeigen | |
Artikel weiterempfehlen | |
Artikel nach Login kommentieren |
carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der
Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.
Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.
Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.