Die Bundesregierung ist bestrebt, den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung Deutschland langfristig deutlich zu erhöhen. Im Jahre 2007 wurden für das Jahr 2020 im Zuge des Energie- und Klimaprogramms (IEKP) erstmals durch die Bundesregierung konkrete Ziele für den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien formuliert. 2010 wurde dann das Energiekonzept veröffentlicht, welches die Leitlinien der Energiepolitik Deutschlands bis zum Jahre 2050 beinhaltet. Beschlüsse des Bundeskabinetts von 2011 als Reaktion auf die Havarie in Fukushima konkretisieren den Weg der Energiewende unter anderem durch den geplanten Verzicht auf die Kernkraft.
Die Bundesregierung ist bestrebt, den Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung Deutschlands langfristig deutlich zu erhöhen. Dazu wurden durch die Bundesregierung im Jahre 2007 erstmals konkrete Ziele für den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien formuliert. Durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) wird diese Entwicklung mit dem Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe unterstützt. Entscheidendes Kriterium ist, dass Bioenergie-Erzeugung und -Nutzung nachhaltig erfolgen und die vorhandenen Ressourcen effizient eingesetzt werden. Gerade für den ländlichen Raum entstehen dadurch Chancen: Arbeitsplätze, Klima schonende und stabile Energieversorgung, mehr Wertschöpfung u.a. Zukunftsperspektiven. Deshalb hat das BMELV von 2009-2012 im Rahmen des Programms 'Energie für Morgen - Chancen für ländliche Räume' 25 Bioenergieregionen gefördert. Deren Ziel war es, durch den Aufbau von Netzwerken und gezielte Öffentlichkeitsarbeit langfristige Strukturen zum Ausbau von Bioenergie zu schaffen und auf diese Weise die notwendigen Investitionen vor Ort zu generieren und so den Ausbau des ländlichen Raums mit Hilfe von Bioenergie voranzutreiben. Der Beitrag zum Klimaschutz und die preisstabile Versorgung mit heimischer Energie sind weitere Ziele der Maßnahme. Den erfolgreichen Regionen dieser 25 bisher geförderten Regionen stellte das BMELV eine erneute Förderung ab August 2012 in Aussicht.
Copyright: | © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock |
Quelle: | 6. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2012) |
Seiten: | 9 |
Preis: | € 0,00 |
Autor: | Dr.-Ing. Andreas Schütte |
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