Optimierung der Fließfähigkeit von Fermenterinhalten in Biogasanlagen durch Enzymeinsatz

Im täglichen Betrieb von Biogasanlagen zeigt sich häufig eine zunehmend schlechtere Fließfähigkeit der Fermenterinhalte. Diese kann auf unterschiedliche Ursachen zurückgeführt werden. So führt der im EEG 2004 vergebene Innovationsbonus für die so genannte 'Trockenfermentation' dazu, dass ein Teil der Biogasanlagen ohne eine Zugabe von Flüssigkeiten (Gülle oder Wasser) auskommen muss. Wissenschaftler, die das Biogasmessprogramm durchgeführt haben, zeigen darin, dass bei Inputstoffen mit hohen Faser- sowie Pektin-Anteilen (Gras, GPS, Stroh) der TM-Gehalt im Fermenter ansteigt und damit verbunden die Fließfähigkeit sinkt.
Ziel des Beitrags ist es, den Hintergründen dieser Störungen auf den Grund zu gehen und Lösungen zur Verbesserung der Fließfähigkeit aus dem Hause Schaumann Bioenergy GmbH darzustellen. Schwerpunkte sind hierbei die Darstellungen der Erfolge beim Einsatz des Enzym-Produktes im Labor-, Technikums- sowie Praxismaßstab.

Aus den Erfahrungen mehrerer Jahre beim Betrieb von Biogasanlagen zeigt sich, dass die Rühr- und Pumptechnik häufig zu Problemen im Anlagenbetrieb führt. In der Regel liegt es daran, dass die Technik nicht an die Anforderungen des Anlagenbetriebs angepasst bzw. ausgelegt ist. Dies führte dazu, dass der Forschungsbereich (ISF GmbH) der Schaumann Bioenergy GmbH die Formulierung des Produktes BC.ZYM M+ dahingehend neu gestaltet hat, dass insbesondere die für die verschlechterte Fließfähigkeit verantwortlichen Substanzen gezielt abgebaut werden. Versuche vom Labor- über Technikums- bis hin zum Praxis-Maßstab zeigen die Wirksamkeit des Enzymproduktes auf.
Die mittlerweile gesammelten Erfahrungen im Praxiseinsatz von BC.ZYM M+ machen deutlich, dass die Anlagen durch den Einsatz der Enzyme wieder besser durchmischt werden können, Überläufe wieder funktionieren, Sink- und Schwimmschichten sowie Tot-Zonen verhindert werden, Energie für Pumpen- und Rührstrom gespart und in letzter Konsequenz die Wirtschaftlichkeit der Anlage in der Summe erhöht wird.



Copyright: © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock
Quelle: 6. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2012)
Seiten: 10
Preis: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Thomas Fritz
Dipl.-Ing. Dirk Banemann
Dr.-Ing. Harald Lindorfer
Kay Rostalski
Dipl.-Ing. Claudia Demmig
 
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