Die Energie- und Klimaziele der Bundesregierung für die kommenden Dekaden sind in dem Energiekonzept 2010 bzw. in den Beschlüssen zur Energiewende im Juni 2011 klar formuliert worden. Die Bundesregierung strebt unter anderem an, dass bis zum Jahr 2020 der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch 18 Prozent betragen soll. Bis zum Jahr 2050 soll dieser Anteil weiter auf 60 Prozent ansteigen. Der dafür zwingend notwendige Strukturwandel innerhalb der deutschen Energiewirtschaft muss sich daher wesentlich auf die Zuwendung der nachhaltigen Energiebereitstellung auf Basis von erneuerbaren Energieträgern fokussieren.
Entsprechende Anstrengungen zur Mobilisierung sowie zum Ausbau regenerativer Energiequellen sind daher unbedingt
erforderlich. Rückblickend war in den vergangenen Jahren ein stetiger Anstieg des Anteils erneuerbarer Energieträger am Bruttoendenergieverbrauch zu verzeichnen. Waren es im Jahr 2002 noch 4,5 Prozent, so stellten regenerative Energien an der Endenergiebereitstellung im Jahr 2012 bereits einen Anteil von 12,6 Prozent. Dennoch ist die Differenz zwischen dem Ist-Zustand und dem Energieziel 2020 als eine nicht unerhebliche Energiemenge zu bewerten und es gilt, diese Lücke baldigst zu schließen. Die Anteile einzelner erneuerbarer Energiequellen in den Sektoren Strom, Wärme und Motorenkraftstoffe (Flugbenzin, Militär und Binnenschifffahrt ausgenommen) weisen dabei eine ganz unterschiedliche Ausprägung auf. Auffällig ist allerdings, dass insbesondere Biomasse aus nachwachsenden Rohstoffen, Biomasse aus dem biogenen Anteil des Abfalls uns aus Klär- und Deponiegas eine wesentliche Rolle bei der Energiebereitstellung spielt.
Copyright: | © Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät Universität Rostock |
Quelle: | 7. Rostocker Bioenergieforum (Juni 2013) |
Seiten: | 2 |
Preis: | € 0,00 |
Autor: | Dr. Steffen Daebeler |
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