Im Polizeibericht schafft sie es kaum über eine Kurzmeldung - die Nachricht über einen Metalldiebstahl irgendwo an einer entlegenen Bahnstrecke oder auf einem einsamen Friedhof. Doch der Metallklau, wie er verniedlichend in der Lokalpresse umschrieben wird, ist alles andere als ein Kavaliersdelikt. Er beschäftigt die Branche mehr denn je. Die meisten Schrottplätze sind inzwischen gegen Einbrüche gesichert wie Fort Knox und wenn man als engagierter Journalist und Fotograf einen Blick auf die Kupferberge werfen will, muss man mit der Alarmierung der Polizei rechnen. Selbst nach wochenlanger Ankündigung gestattet kaum ein Schrotthändler noch den Blick auf seine ‚Reichtümer’.
(04.06.2013) Das mag zwei Gründe haben: Entweder das eingelagerte Material ist Hehlerware, über dessen Herkunft man natürlich nichts verraten mag oder man möchte schlicht keine Diebe über lohnenswerte Einbruchsobjekte schlau machen. Schließt man den ersten Fall aus, so bleibt Möglichkeit zwei. Und das ist nur zu verständlich, denn mit der Bezeichnung ‚skrupellos’ sind die immer abstruseren Metalldiebstähle nur unzureichend zu umschreiben. Ob es Türklinken von Trauerhallen sind, Grabketten von Friedhöfen, die Leitplanken an der Autobahn, Signalleitungen der Bahn oder Telefonkabel -nichts scheint mehr sicher. Die Deutsche Bahn vermeldete im Jahr 2010 noch 2000 Fälle, 2011 waren es schon 3000. Allein der materielle Schaden belief sich im Jahr 2011 auf 15 Millionen Euro. Hinzu kamen Personalkosten sowie Schäden durch Zugausfälle. Die Deutsche Telekom verzeichnete 320 Fälle von Metalldiebstahl, und die RWE war mit 466 Fällen betroffen...
Copyright: | © Deutscher Fachverlag (DFV) |
Quelle: | Mai/Juni 2013 (Juni 2013) |
Seiten: | 1 |
Preis: | € 0,00 |
Autor: | Martin Boeckh |
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