Methanemissionen aus der Ablagerung mechanischbiologisch behandelter Abfälle

Im Rahmen eines Gutachtens für das Umweltbundesamt wurden die fachlichen Grundlagen für die Berechnung der Methanemissionen aus der Ablagerung von MBA-Abfällen erarbeitet. Dazu wurden schwerpunktmäßig Forschungsergebnisse und Praxiserfahrungen der letzten Jahre, insbesondere von Überwachungsmaßnahmen zum Gashaushalt auf MBA-Deponien ausgewertet.

Bei ausreichend vorbehandelten Abfällen ist noch ein Gasbildungspotenzial im Bereich von 30 - 40 Nm3/MgTS zu erwarten. Höhe und zeitlicher Verlauf der Gasbildung werden maßgeblich von den Einbau- und Lagerungsbedingungen auf der Deponie beeinflusst. Die bisherigen Überwachungsergebnisse mehrerer MBA-Deponien weisen darauf hin, dass die anaeroben Abbauprozesse in den ersten Jahren der Ablagerung noch relativ intensiv ablaufen. Im Hinblick auf die mikrobielle Oxidation von Methan als passive Gasbehandlungsmaßnahme ist zu vermuten, dass in dieser Phase insbesondere auf nicht abgedeckten MBA-Deponien der größte Anteil des Deponiegases den Deponiekörper über bevorzugte Gasaustrittsflächen ohne nennenswerte Reduktion durch Methanoxidation verlässt.
Die Auswertungen und abgeleiteten Prognosen erlauben eine Abschätzung der klimarelevanten Methanemissionen von MBA-Deponien in Deutschland.



Copyright: © Wasteconsult International
Quelle: Praxistagung 2012 (Dezember 2012)
Seiten: 17
Preis: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Kai-Uwe Heyer
Dr.-Ing. Karsten Hupe
Prof. Dr.-Ing. Rainer Stegmann
 
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