Prozessintegration der Talsperrenüberwachung in eine GeODin-Datenbank

Der aufwendige Prozess der Talsperrenüberwachung mit einer mehrstufigen Interpretation der Messwerte wird in DIN 19 700-11 Absatz 10.1 geregelt. Im Mittelpunkt der Messwertbefassung steht eine Datenbank zur zentralen Speicherung der Messergebnisse. Die beim Ruhrverband eingesetzte GeODin-Datenbank wurde so erweitert, dass die in der Norm genannten Teilprozesse der Talsperrenüberwachung bearbeitet werden können. Hierzu zählen eine Verwirklichung des '6-Augen-Prinzips' mit einem 3-stufigen Freigabemechanismus, ein Werkzeug zur Regressionsanalyse sowie ein Reportgenerator zur Unterstützung bei der Erstellung von Sicherheitsberichten.

Auf der ständigen Suche nach Optimierung des Arbeitsaufwandes schien es geboten, die vielfältigen Aufgaben der Talsperrenüberwachung dort, wo sie sich mit den Messwerten beschäftigt, mit möglichst einem Programmpaket abzuwickeln. Im Zentrum der Messwertbefassung steht eine Datenbank, so dass es sich anbot, eine vorhandene Datenbank-Software um die zusätzlichen Aufgaben der Talsperrenüberwachung zu ergänzen. In diesem Sinne vorgenommene Erweiterungen der beim Ruhrverband eingesetzten GeODin-Datenbank sind die Umsetzung des 6-Augen-Prinzips bei der Messwertbefassung und der daraus resultierende 3-stufige Freigabe-Mechanismus. Des Weiteren wird in der Datenbank eine Regressionsanalyse zur Unterstützung der Vertieften Überprüfung und zur engeren Fassung von Grenzwerten in Abhängigkeit der maßgebenden Einflussgrößen implementiert. Außerdem wird dem Anwender ein Reportgenerator zur Unterstützung bei der Erstellung von Sicherheitsberichten zur Verfügung gestellt. Wesentliche Arbeitsschritte bei der Talsperrenüberwachung wurden somit in die Datenbank integriert und können zukünftig mit geringerem Arbeitsaufwand ausgeführt werden.



Copyright: © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Quelle: Wasserwirtschaft 9 / 2012 (September 2012)
Seiten: 5
Preis: € 10,90
Autor: Dipl.-Ing. Frank Roesler
Dr. Thomas Anders
 
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