Seit Beginn der Industrialisierung wird der Kohlenstoffkreislauf anthropogen verursacht irreversibel dadurch gestört, dass dem unter Sauerstoffabschluss vorhandenen Langzeit-Reservoir der fossilen Rohstoffe mit zunehmender Geschwindigkeit Kohlenstoff entnommen und dem schnellen Kohlenstoffkreislauf zugeführt wird. Weil diese Störung über den Treibhauseffekt des Kohlendioxids den Klimawandel forciert, sind neue Strategien für das Management des Kohlenstoffkreislaufes erforderlich. Anhand von drei Beispielen werden solche Strategien erläutert und bewertet.
Die Nutzung von Bioenergie beziehungsweise Biokraftstoffen folgt dem nahe liegenden Gedanken, zur Verbrennung zwecks Energiegewinnung nur solche Kohlenwasserstoffe zu verwenden, deren Kohlenstoffanteil zuvor der Atmosphäre durch Fotosynthese entzogen wurde. Eine genaue Betrachtung zeigt allerdings, dass das Anliegen der Klimaneutralität durch die gesamte Energiebilanz und die Freisetzung von Lachgas konterkariert wird. Vielversprechender ist es, die Energiewirtschaft stärker auf Methan zu orientieren, dieses aber zu spalten, den Kohlenstoff in der Erde zu lagern und nur den Wasserstoff energetisch zu nutzen. Ein dauerhafter Entzug des anthropogen eingebrachten Kohlenstoff-Überschusses aus dem schnellen Kohlenstoffkreislauf kann durch Geo-Lagerung von Biomasse, insbesondere von Holz gelingen.
Copyright: | © HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fakultät Ressourcenmanagement |
Quelle: | 73. Symposium 2012 (Oktober 2012) |
Seiten: | 5 |
Preis: | € 0,00 |
Autor: | Prof. Dr. Gerhard Kreysa |
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Biogene Abfälle und Reststoffe - Kohlenstoffquelle, Bioenergie und negative Emissionen
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Deutschlands Ziel ist es, bis 2045 klimaneutral zu werden. Eine der Grundvoraussetzungen hierfür ist, den Material- und Energieverbrauch erheblich nachhaltiger aufzustellen, denn die angestrebte Klimaneutralität beinhaltet zwei wesentliche Standbeine: Zum einen die Umstellung der Energieversorgung vollständig auf Erneuerbare Energien (EE).
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Vorrangige Aufgabe von Unterhaltungsverbänden ist es, für eine ordnungsgemäße Entwässerung ihres Verbandsgebietes zu sorgen. Wenn zu diesem Zweck 150 Schöpfwerke mit Stromkosten von
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Ressourcenschonende Instandsetzung
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Recycling und Wiederverwendung spielten für die Sanierung der Wiener U-Bahn-Linie 4 eine wichtige Rolle
Weiterentwicklung der MBA im Fokus der stoffspezifischen Abfallbehandlung - neues Strategiepapier der ASA
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Die aktuellen Veränderungen der europäischen und nationalen Energie- und Umweltpolitik werden sich langfristig auf die Abfallströme, deren Zusammensetzungen, Mengen und Verwertungswege auswirken. Um sich auf diese Gegebenheiten einzustellen, hat die ASA unter intensiver Einbindung ihrer Mitgliedsbetriebe ihr Strategiepapier 2030 erarbeitet.
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