Zur energiewirtschaftlichen Bewertung von Gas-Expansionsanlagen, Teil 2

Ziel dieses Abschnittes ist es, zu ermitteln, ob der thermodynamisch aufwandigere Prozess der isentropen Gas-Entspannung primarenergetisch vorteilhafter ist als der konventionelle isenthalpe Drosselprozess. Es ist bereits darauf verwiesen worden, dass die in Gas-Expansionsanlagen generierte Elektroenergie lediglich ein Koppelprodukt der Gas-Druckminderung darstellt. Die energiewirtschaftliche Bewertung von Koppelprodukten ist stets problematisch und praktisch nie nur auf eine einzige Weise moglich.

Im vorliegenden Artikel wird eine energiewirtschaftliche Bewertung der Stromproduktion in Gas-Expansionsanlagen vorgenommen. Hierzu werden die thermodynamischen Prozesse des isenthalpen Drosselns und der isentropen Expansion gegenüber gestellt und diverse Prozessgrößen eingeführt. Die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Stromproduktion in Gas-Expansionsanlagen werden dargelegt und diskutiert. Im Rahmen dieser Überlegungen wird eine Methodik zur Ermittlung des Prinnärenergiefaktors und des CO2-Emissionsfaktors des Gas-Expansionsstromes erarbeitet. Ein Vorschlag zur energiewirtschaftlich adäquaten Vergütung von Strom aus Gas-Expansionsanlagen wird unterbreitet.
 



Copyright: © Vulkan-Verlag GmbH
Quelle: GWF Gas Erdgas 06/2012 (Juni 2012)
Seiten: 10
Preis: € 10,00
Autor: Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Jens Mischner
M.Eng. Jia Li
Dipl.-Ing. (FH) Ramon Köstner
 
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