Wertstofftonne und Gebühren: Welche Chancen ergeben sich?

Durch das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz werden die Weichen für die Zukunft neu gestellt. Ein wesentlicher Baustein ist die im aktuellen Referentenentwurf zum Kreislaufwirtschaftsgesetz aufgeführte Wertstofftonne. Diese wird im derzeitigen Entwurfsstand aber weder hinsichtlich der Trägerschaft noch der zu erfassenden Wertstoffe konkretisiert. Dabei ist die Wertstofftonne nicht neu und besteht in einigen Regionen bereits seit der Zeit vor Einführung der getrennten LVP-Erfassung und wurde dort als Sondersystem beibehalten (z. B. Rhein-Neckar-Kreis oder Stadt Karlsruhe), wobei hier neben Kunststoffen und Metallen (Verpackungen und Nicht-Verpackungen) auch Altpapier erfasst wird.

 Aktuell wird die Wertstofftonne in unterschiedlichen Systemausprägungen diskutiert und getestet. Dies betrifft sowohl die erfassten Stoffgruppen als auch die Trägerschaft. Bei den Stoffgruppen werden neben den stoffgleichen Nicht-Verpackungen (Metalle, Kunststoffe) auch Elektrokleingeräte und z. T. Holz sowie auch Alttextilien und andere Stoffe diskutiert. Die Miterfassung von Altpapier wird auf Grund der hohen Akzeptanz des bestehenden PPKSystems
sowie der guten Papierqualitäten aktuell i. d. R. nicht verfolgt. Im Hinblick auf die Trägerschaft einer Wertstofftonne werden somit folgende Optionen diskutiert:
 Wertstofftonne unter kommunaler Trägerschaft zur Mitbenutzung für die Erfassung von Verpackungen, ggf. unter Mitbenutzung durch die dualen Systeme,
 Nebeneinander von kommunaler Wertstofftonne (für Nicht-Verpackungen) und dem Erfassungssystem der dualen Systeme für Verpackungsabfälle,
 Mitbenutzung des Systems der dualen Systeme durch den örE.



Copyright: © IWARU, FH Münster
Quelle: 12. Münsteraner Abfallwirtschaftstage (Februar 2011)
Seiten: 6
Preis: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Kathrin Heuer
Prof. Dr.-Ing. Klaus Gellenbeck
RA Stefan Gries
 
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