Der Zielkonflikt zwischen Immissionsschutz und Energieeffizienz erfordert meist einen prozessspezifischen Ansatz
Grundsätzlich bedingen emissionsmindernde Maßnahmen einen zusätzlichen Energieeinsatz, was zu einem Zielkonflikt zwischen Immissionsschutz und Energieeffizienz führt. Dieser Konflikt kann im Einzelfall nur entschärft oder beseitigt werden, wenn sowohl der emittierende als auch der emissionsmindernde Prozess aus Sicht der Ingenieurtechnik betrachtet wird. Langfristig muss das Ziel darin bestehen, die Emissionen prozessintegriert zu vermeiden beziehungsweise diese gar nicht erst entstehen zu lassen. Dies dürfte jedoch zu erheblichen Investitionen führen. In der Logistik und der Verwaltung können Energiemanagementsysteme dazu beitragen, dass unter Beibehaltung der bestehenden Prozesse energieeffiziente und wirtschaftliche Lösungen gefunden werden, die den Vorgaben des Umweltschutzes entsprechen oder diese sogar übertreffen. Für eine umfassendere Lösung in der Produktion, Ver- und Entsorgung ist jedoch ein ingenieurtechnischer, prozessspezifischer Ansatz notwendig, der neben Fachkenntnissen Kreativität und Beharrlichkeit voraussetzt. Pauschalisierte Aussagen führen hier in der Regel nicht zum Ziel. Darüber hinaus zeigt sich, dass auf diesem Gebiet noch sehr viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit geleistet werden muss.
| Copyright: | © Rhombos-Verlag |
| Quelle: | Ausgabe 02 / 2011 (Juli 2011) |
| Seiten: | 6 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Univ.-Prof. Dr.-Ing. Otto Carlowitz Dipl.-Ing Olaf Neese |
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