Biogaserzeugung durch schwermetallkontaminierte Pflanzenrückstände

Phytosanierung ist ein Verfahren zur Behandlung kontaminierter Böden und Wässer durch die Verwendung geeigneter Pflanzenarten, mit deren Hilfe geringe bis mittelgroße Schadstoffkonzentrationen abgereinigt werden können. Als vorteilhaft erweist sich die einfache Umsetzung und Instandhaltung in Verbindung mit geringen Kosten und guter Umweltverträglichkeit im Vergleich zu anderen Sanierungsverfahren [US EPA, 2000]. Die gebräuchlichsten Verfahren zur Metall-Phytosanierung sind Phytoextraktion und Phytostabilisierung.

In Verbindung mit Mikroorganismen können diese Verfahren auch zur Schwermetallentfrachtung und Risikoeindämmung in den ehemaligen Uranbergbaugebieten wie z.B. in Ost-Thüringen angewandt werden [Büchel et al., 2005]. Bei dem Verfahren der Phytoextraktion (auch bekannt als Phytomining) werden Pflanzenarten verwendet, welche die Fähigkeit zur oberirdischen Akkumulation von Schadstoffen besitzen. Anschließend erfolgt der Abtransport der geernteten Pflanzenteile, um abgelagert oder recycelt zu werden. Im Vergleich zur Ausschachtung müssen bei dieser Technologie weitaus geringere Mengen entsorgt werden. Bei dem Verfahren der Phytostabilisierung werden Schadstoffe im Boden durch die Pflanzen und deren Wurzeln immobilisiert. Es erfolgt eine Absorption, Akkumulation oder Abscheidung innerhalb der Wurzelzone. Bei diesem Verfahren ist die Entsorgung von gefährlichen Materialien oder Biomasse nicht notwendig [US EPA, 2000].



Copyright: © TU Dresden - Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft
Quelle: 7. Biogastagung: Aktuelle Tendenzen, Co-Vergärung und Wirtschaftlichkeit (Juni 2010)
Seiten: 21
Preis: € 0,00
Autor: MSc. Ha Thi Thu Chu
Prof. Dr.-Ing. Christina Dornack
Dipl.-Ing. Veit Grundmann
Dr. Axel Zentner
Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski
 
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