Wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht, soll spätestens ab dem 01.01.2015 die Wertstofftonne flächendeckend eingeführt werden. So wird es zumindest im Referentenentwurf des Kreislaufwirtschaftsgesetzes vom August 2010 vorgegeben. Die Wertstofftonne soll zusätzlich zu den bereits heute über die dualen
Systeme erfassten Verpackungsabfällen auch die stoffgleichen Nichtverpackungen, im Wesentlichen Kunststoffe und Metalle, miterfassen. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Überlegungen, die Wertstofftonne auch zur haushaltsnahen Erfassung von Elektrokleingeräten zu nutzen.
Der nachfolgende Beitrag befasst sich mit möglichen Auswirkungen einer Wertstofftonne auf Mengen und Qualitäten von Abfallströmen. Hierbei stehen insbesondere die Reduktion des Hausmülls durch eine weitere Entfrachtung von Wertstoffen sowie die Auswirkungen auf die Qualität des Hausmülls (z. B. Heizwert) im Vordergrund. Bei der Betrachtung der Wertstoffe stehen insbesondere die Kunststoffe im Fokus. Auf der Grundlage der abfallwirtschaftlichen Situation der 414 entsorgungspflichtigen Körperschaften (örE) in Deutschland werden verschiedene Szenarien modelliert und die Auswirkungen auf Mengen und Qualitäten quantifiziert. Fragen zur Organisation, Systemträgerschaft und Finanzierung der Wertstofftonne sind nicht Gegenstand der
Betrachtung.
Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH |
Quelle: | 23. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2011 (April 2011) |
Seiten: | 14 |
Preis: | € 7,00 |
Autor: | Dr.-Ing. Michael Kern Dipl.-Ing. Jörg Siepenkothen Hermann Krähling |
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