Die Sicherung von Deponien und Ablagerungen erfolgt heute meist nach dem Prinzip Gefah-renabwehr und nicht nach dem Prinzip Vorsorge. Letztere beruht auf der Einhaltung von Wer-ten und ist dann einzulösen, wenn man die Deponie durch Beendigung der Nachsorge schließen will. Der Lebenszyklus einer Deponie besteht aus den Phasen:
• I Errichten der Deponiebasis und des Deponiekörpers,
• II Herstellen einer Zwischenabdeckung und der endgültigen Abdeckung,
• IIIa Nachsorge und
• IIIb Zeit nach der Nachsorge.
Beim Entwurf von Sicherungssystemen wird in der Regel auf eine Bemes-sung verzichtet, weil die gesetzlichen Vorgaben als Alternative eine Beobachtung des Deponieverhaltens in der Nachsorgezeit über mindestens 30 Jahre akzeptieren. Danach muss die Dauer-haftigkeit der Sicherungsmaßnahme nachgewiesen werden, oder die Nachsorgezeit verlängert sich. Eine Alternative bietet die Bemessung der Sicherungsmaßnahmen auf Basis von Emissions-prognosen auf Basis des Stofftransportgesetzes unter Berücksichtigung der Streuungen der Da-ten über Zeiträume größer 150 Jahre. Als Werkzeug wurde das Simulationsprogramm DESi® (Deponie-Emission-Simulation) Variation entwickelt, das validiert und verifiziert ist. Mit seinen Vorläufern ist es seit 19 Jahren im Einsatz. Damit wird die Eignung der Sicherungsmaßnahme vor deren Umsetzung nachgewiesen. Das Risiko, dass sich die Maßnahme nach ihrer Umset-zung als ungeeignet herausstellt, entfällt. Werden die behördlichen Vorgaben auf Grund der getroffenen Maßnahmen eingehalten, ent-scheidet das beste Preis-Leistungsverhältnis, welche der Maßnahmen in der Ausführungspla-nung bearbeitet und umgesetzt werden.
Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben |
Quelle: | Depotech 2010 (November 2010) |
Seiten: | 6 |
Preis: | € 3,00 |
Autor: | Dr. Ing. Klemens Finsterwalder |
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