Der Gesamtkraftstoffverbrauch des Straßengüterverkehrs aller in Deutschland fahrenden in- und ausländischen Nutzfahrzeuge lag 2008 bei rund 15 Mio. Tonnen flüssigem, konventionellem Dieselkraftstoff. Biokraftstoffe, die Diesel ersetzen bzw. ergänzen hatten 2008 nur noch einen marginalen Anteil von ca.5%. Der Straßengüterverkehr hat damit 2008 rd. 47 Mio. Tonnen CO2 imitiert[1]. Neuere Untersuchungen zeigen, dass selbst bei ambitionierten Nutzfahrzeugentwicklungen und Effizienzverbesserungen CO2- Emissionen weiter steigen werden, da Verkehrs- und Fahrleistungen des Straßengüterverkehrs Fortschritte bei den spezifischen Verbräuchen mehr als kompensieren.
Laut Shell LKW- Studie steigt der gesamte Kraftstoffverbrauch des Straßengüterverkehrs bis 2030 gegenüber 2005 um ca. 54% auf rund 23 Mio. Tonnen flüssiger Kraftstoffe pro Jahr. Gut 20 Mio. Tonnen sind davon konventioneller Diesel und etwa 2,7 Mio. Tonnen sind Biokraftstoffe die Diesel ersetzen bzw. ergänzen. Im EU-Klima-Programm wurde das Jahr 2005 als neues Basisjahr für die EU- Klimaschutzpolitik festgelegt. Das Ziel für Deutschland lautet gem. Anhang minus 14% für die Nicht- Emissionshandelssektoren, darunter auch der Verkehrsbereich im Zeitraum 2020/ 2005. Eine 14%- Reduktion für den Verkehrsbereich bis 2020 dürfte, angesichts einer prognostizierten Fahrkilometerzunahme im Straßengüterverkehr von rund 69 Mrd. Kilometer in 2005 auf 117 Mrd. Kilometer [2] in 2030[3], selbst bei Ausschöpfung aller bisher erkennbaren Effizienzverbesserungen für Nutzfahrzeuge und Personenkraftwagen kaum erreichbar sein. Vor diesem Hintergrund müssen alle verkehrswirtschaftlichen Akteure heute intensiv nach Möglichkeiten suchen, um die Energieeffizienz im motorisierten Straßengüterverkehr zu erhöhen, respektive den Energieverbrauch und damit die CO2- Emission zu senken. Zur Verbesserung der Energie- und Verringerung der Klimawirkung des Straßengüterverkehrs bieten sich im Wesentlichen 4 Ansatzpunkte: Antriebssysteme, Kraftstoff- bzw. Energieverbrauch, Fahrzeugtechnik sowie Fahrverhalten und Verkehrsmanagement.
Copyright: | © Universität Kassel |
Quelle: | Praktikable Klimaschutz-Potentiale in der Abfallwirtschaft (2010) (Juni 2010) |
Seiten: | 6 |
Preis: | € 3,00 |
Autor: | Bernd Sackmann |
Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
Artikel weiterempfehlen | |
Artikel nach Login kommentieren |
carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der
Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.
Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.
Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.