Aufgrund der energiepolitischen Rahmenbedingungen nimmt die energetische Nutzung von Biomasse in Deutschland weiterhin zu. Um den Nutzen einer solchen Technologie zu erhöhen und dauerhaft konkurrenzfähige Lösungen im Vergleich zu anderen Energiebereitstellungsarten zu finden ist eine weitere Erhöhung der Energieeffizienz und Verfügbarkeit von Biomassekraftwerken, aber auch bei Anlagen zur thermischen Abfallverwertung notwendig, weshalb noch immer ein großes Entwicklungspotential bei der Vermeidung von Korrosionen und der Abreinigung von Belägen an den Dampferzeugerwänden besteht.
Neben Lösungen die derzeit dem Stand der Technik entsprechen, beispielsweise Auftragsschweißschichten aus Nickelbasiswerkstoffen, können weitere Maßnahmen hinzugefügt werden, die direkt in das Betriebsverhalten von Anlagen eingreifen. Es ist denkbar eine Methode zu entwickeln, mit der besonders zur Korrosion neigende Stellen konkret analysiert werden können. Die Verbrennung von Biomasse und thermisch verwertbaren Abfallprodukten führt häufig zu besonders korrosionsfördernden Belägen an den Verdampferwänden, wodurch zeitgleich auch der in das Siedewasser eingekoppelte Wärmestrom an diesen Stellen durch schlechteren Wärmeübergang vom Gas auf die Membranwand sowie schlechtere Wärmeleitung im Belagsmaterial zum Teil sehr stark absinkt. Dies kann in der Folge größere Abgasverluste oder unzulässig hohe Materialbelastungen an anderen Stellen verursachen. Dies gilt es mit geeigneten Maßnahmen zu verhindern
Copyright: | © TU Dresden, Institut für Energietechnik |
Quelle: | Sichere und nachaltige Energieversorgung 2009 (Oktober 2009) |
Seiten: | 16 |
Preis: | € 16,00 |
Autor: | Dipl.-Ing. Sebastian Grahl Professor Dr.-Ing. Michael Beckmann Dr.-Ing. Sascha Krüger Dr. Gabriele Magel Dr. Wolfgang Spiegel |
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