Die Mitverbrennung von biogenen Brennstoffen in einer Kohlefeuerung stellt im Gegensatz zu einer reinen Biomassefeuerung eine Möglichkeit dar, den CO2- Ausstoß dieses Kessels zu verringern, aber trotzdem den hohen elektrischen Wirkungsgrad zu behalten. Im Rahmen einer Studie werden dazu die betriebsbedingten Änderungen für die Zufeuerung von Stroh oder Holz im Block 2 des Heizkraftwerks (HKW) München Nord untersucht und dabei die Grenzen für die Mitverbrennung aus betriebstechnischer Hinsicht und im Bezug auf die Nutzbarkeit der Reststoffe bestimmt.
Ergänzend zur theoretischen Betrachtung werden experimentelle Untersuchungen durchgeführt, um die Brennstoffe und deren Aschen zu charakterisieren und die Brennkammertemperaturen am Kessel zu messen. Zudem werden die Depositionseigenschaften verschiedener Brennstoffmischungen in einem Reaktor untersucht. Es wird auch eine Computational Fluid Dynamics (CFD)-Berechnung des Kessels durchgeführt, die mit Prozessdaten und den Temperaturmessungen validiert wird. An den kritischen Stellen im Kessel kann mit Hilfe der Ergebnisse eine Verschlackungswahrscheinlichkeit abgeschätzt werden. Sowohl bei den theoretischen Untersuchungen als auch bei den Experimenten stellt sich heraus, dass Holz insgesamt weniger Probleme verursacht als Stroh. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Verwertung der Asche als auch für die Verschlackungsneigung. Die Ascheverwertung limitiert den Einsatz auf einen thermischen Anteil der Biomasse von etwa 15 Prozent.
| Copyright: | © TU Dresden, Institut für Energietechnik |
| Quelle: | Sichere und nachaltige Energieversorgung 2009 (Oktober 2009) |
| Seiten: | 12 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Benjamin Kreutzkam Dipl.-Ing. Christoph Wieland Gundula Balan Stephan Gleis Prof. Dr.-Ing. Hartmut Spliethoff |
| Artikel nach Login kostenfrei anzeigen | |
| Artikel weiterempfehlen | |
| Artikel nach Login kommentieren | |
Stand der Pumpspeicher in Deutschland 2025
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Infolge des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist ein erhöhter Speicherbedarf im Stromverbundnetz notwendig. Hierdurch steigt die Bedeutung von Pumpspeichern als bis auf weiteres einzige Möglichkeit für eine großmaßstäbliche Stromspeicherung.
Pumpspeicherkraftwerke - Empfehlungen zur Verkuerzung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren in Deutschland
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Die Genehmigungsverfahren sind sehr komplex sowie mit hohen Kosten und rechtlichen Unsicherheiten verbunden und dauern oftmals mehr als zehn Jahre.
Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg - Sanierung des Oberbeckens
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Im Rahmen der Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg haben im September 2024 auch die Arbeiten zur Sanierung des zugehörigen Oberbeckens begonnen.