Für die Errichtung von Biogasanlagen zur energetischen Verwertung von biogenen Abfällen (Rest- oder Bioabfall) oder gezielt angebauten Energiepflanzen eignen sich zum einen Standorte mit einem jahreszeitlich konstanten Wärmebedarf oder der Möglichkeit des Gasaufbereitung und Einleitung ins Erdgasnetz. Ein Deponiestandort mit der entsprechenden Infrastruktur bietet sich hier in mehrfacher Hinsicht an.
Es besteht in der Regel eine Deponiegaserfassung und eine Verwertung, die in ein Energiemanagement der Biogasanlage integriert werden kann. Gerade die zuerst anstehende Rückläufigkeit der Deponiegasmenge kann bei einem nachgeschalteten Energienutzungskonzept sinnvoll aufgefangen oder sogar erweitert werden. Diese Standorte lassen darüber hinaus durch die Nutzung vorhandener Infrastrukturen besondere Synergieeffekte zu, die zu einer Reduzierung der Investitionskosten beitragen. Das aktuelle EEG hat zudem Anreize für eine gemeinsame Verwertung verschiedener Biomasse oder des daraus erzeugten Gases.
Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH |
Quelle: | 22. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2010 (April 2010) |
Seiten: | 14 |
Preis: | € 7,00 |
Autor: | Dipl.-Ing. Thomas Turk Dipl.-Ing. Jürgen Hake Dr.-Ing. Martin Idelmann |
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