Heimliche Dioxinschleudern: Mit Feuerbestattungsanlagen wird oft zu leichtfertig umgegangen

Praktisch unbemerkt von der Öffentlichkeit und nicht selten mit einem pietistischen Tabu belegt rauchen Feuerbestattungsanlagen quasi im Verborgenen vor sich hin - in der Regel emissionsarm und weit unterhalb gesetzlicher Grenzwerte. Doch der Alltag kennt auch Störfälle - und hier werden alle Grenzen überschritten.

Foto: M. Boeckh(05.06.2010) Krematorien gewinnen auf Grund des gesellschaftlichen Wandels zunehmend an Bedeutung: 46 Prozent aller Bestattungen sind Feuerbestattungen und jedes Jahr werden es mehr. Der Grund: eine sinkende Bereitschaft der Hinterbliebenen zur Grabpflege und die niedrigeren Kosten im Vergleich eines Urnen- zu einem Erdgrab. Kaum jemand macht sich darüber Gedanken, wie es um die Verbrennung an sich bestellt ist - kein Wunder, denn die Hinterbliebenen haben durch den Todesfall andere Sorgen, und die Betreiber von Krematorien oder genauer: von Feuerbestattungsanlagen haben keinerlei Interesse, Fragen des Umweltschutzes öffentlich zu thematisieren. Krematorien befinden sich immer außerhalb unserer Wahrnehmung...


Autorenhinweise: Martin Boeckh
Foto: M. Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Juni 2010 (Juni 2010)
Seiten: 5
Preis: € 0,00
Autor: Martin Boeckh
 
 Artikel nach Login kostenfrei anzeigen
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.

Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.

Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.