Die technische Entwicklung des Talsperrenbaus von 1900 bis 2000 wurde durch den Fortschritt der Erkenntnisse und durch neue Bautechnik möglich. Universitätsprofessoren wie Intze und Terzaghi entwickelten neue Methoden und setzten sie praxisrelevant um. Baufirmen entwickelten neue Bautechniken und entsprechende Baumaschinen. Talsperreneigentümer wagten den Bau von Talsperren mit neuen Bauweisen. Nur durch diese Zusammenarbeit wurde es möglich, Staudämme und Staumauern mit Höhen von 100 m und mehr zu errichten und sicher zu betreiben.
Der moderne Talsperrenbau begann vor etwa 100 Jahren, als in Sachsen und im heutigen Nordrhein-Westfalen die ersten großen Talsperren nach den Plänen von Prof. Intze errichtet wurden. Auch vor 1900 gab es in Deutschland schon Talsperren, aber erst mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts begann sich die Technik des Talsperrenbaus grundlegend weiter zu entwickeln. In der Folge wurde der Bau von Talsperren mit Stauhöhen von über 100 m möglich. Am Beispiel der deutschen Talsperren wird erläutert, wie sich der Kenntnisstand im Talsperrenbau erweiterte. Manche Fehler, die aus heutiger Sicht den altvorderen Talsperrenbauern unterstellt werden, sind so als Entwicklung der Technik erkennbar. Ingenieurinnen und Ingenieure, die sich heute mit Talsperren beschäftigen, sollten die Historie kennen, um diese alten Talsperren sicher betreiben zu können. Talsperren sind neben Brücken wohl die langlebigsten technischen Bauwerke, die mehr als 100 Jahre unter voller Belastung ihren Anforderungen genügen müssen. Instandhaltung und Sanierungen können nur zielführend sein, wenn die Intentionen der alten Talsperrenbauer beachtet werden.
| Copyright: | © Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH |
| Quelle: | Wasserwirtschaft 01 / 2010 (Februar 2010) |
| Seiten: | 6 |
| Preis: | € 10,90 |
| Autor: | Prof. Dr.-Ing. Volker Bettzieche |
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