Lindan ist ein Produkt, in dem das g-Isomer des Hexachlorcyclohexans (HCH, ein monocyclischer chlorierter Kohlenwasserstoff mit der Summenformel C6H6Cl6) zu mindestens 99 % enthalten ist. Technisches HCH enthält neben einer Reihe unwirksamer Isomere (65 bis 70 % a-HCH, 10 % b-HCH, 7 % d-HCH) zu etwa 15 % das g-Isomer; nur dieses ist insektizid wirksam.
Lindan ist schlecht in Wasser löslich, jedoch leicht in organischen Lösungsmitteln wie Aceton oder aromatischen und chlorierten Lösungsmitteln. Die Herstellung von technischem HCH ist seit 1988 in der Bundesrepublik Deutschland verboten.
Lindan ist ein weitverbreitetes Kontaktinsektizid. Es wird etwa seit 1945 im Haushalt und Hausgarten (gegen Ameisen, Schaben, Flöhe, Milben, Läuse, z. B. Ameisenfrei®), zum Textilschutz (z. B. Rinal Mottenhexe® zur Mottenbekämpfung im Kleiderschrank), in der Vetereinärmedizin (z. B. Dermakulin® ) und zur äußerlichen Anwendung beim Menschen (z. B. Jacutin® ) eingesetzt. In den meisten Holzschutzmitteln war es bis zur Mitte der achziger Jahre in einer Konzentration von 0,5 bis 2 % enthalten.
| Copyright: | © Bayerisches Landesamt für Umwelt |
| Quelle: | Publikationen (Juli 2009) |
| Seiten: | 4 |
| Preis: | € 0,00 |
| Autor: | Umweltwissen LFU-Bayern |
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