Ringraumdichtungen, die zum Schutz natürlich getrennter Grundwasserstockwerke installiert wurden, können einen Beitrag zur Verringerung der Brunnenalterung leisten. Bei bohrlochgeophysikalischen Untersuchungen von Altbrunnen einer Brunnengalerie wurde der Zusammenhang von nicht vorhandenen Tonsperren und einer verstärkten Verockerung der Filterkiesschüttung deutlich.
Es ist bekannt, dass die Vermischung von Wässern aus unterschiedlichen Grundwasserleitern die Brunnenverockerung und damit die Brunnenalterung erheblich verstärken und beschleunigen kann. Durch bohrlochgeophysikalische Untersuchungen von Brunnen, deren Standortbedingungen sowie Betriebs- und Regeneriergeschichte vergleichbar sind, sich aber hinsichtlich des Vorhandenseins von Ringraumabdichtungen unterscheiden, konnte dieser Effekt sichtbar gemacht werden. Es ist daher neben der Ausbaukontrolle von Neubaubrunnen gerade bei Altbrunnen in vielen Fällen sinnvoll, bohrlochgeophysikalische Untersuchungsmethoden zur Erkundung des tatsächlichen Brunnenausbaus einzusetzen, um damit die Ursachen für verstärkte Brunnenalterung aufzuklären und diese Erkenntnisse als Planungsgrundlage für eine effektive Brunnenregenerierung bzw.Brunnensanierung zu nutzen.
Copyright: | © wvgw Wirtschafts- und Verlagsgesellschaft Gas und Wasser mbH |
Quelle: | Heft 05 - 2009 (Juni 2009) |
Seiten: | 5 |
Preis: | € 4,00 |
Autor: | Dipl.-Geol Falk Triller Dipl.-Ing. Thomas Voß Dipl.-Geol. Karsten Baumann |
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