Die energetische Verwertung von Kunststoffabfällen als Bestandteil von EBS hat sich in Deutschland als Verwertungsoption etabliert. Der Kunststoffanteil in EBS beträgt im Durchschnitt ca. 20 %, kann aber in Abhängigkeit des Eingangsmaterials und des Aufbereitungsprozesses stark schwanken.
Im Vergleich zu den anderen Stofffraktionen weisen die Kunststoffe einen deutlich höheren Heizwert auf. Dieses geht aber einher mit höheren massenbezogenen Schadstoffkonzentrationen. Betrachtet man jedoch nicht nur die Massenkonzentrationen, sondern bezieht die Schadstoffkonzentration auf den Energiegehalt, kann für einzelne Schadstoffe auch eine Abreicherung erfolgen. Bei der Energieversorgung mit EBS kommt dem Kunststoffanteil mit einem Heizwertanteil ca. 40 % eine wesentliche Bedeutung zu. Auf der anderen Seite leistet die Kunststofffraktion aber auch den Hauptbeitrag an fossilem Kohlenstoff im EBS. Ohne diesen Anteil würde EBS jedoch über so ungünstige brennstofftechnische Eigenschaften verfügen, dass der Einsatz in Frage gestellt wäre und somit der insgesamt positive Beitrag der EBS-Kraftwerke entfallen würde.
Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH |
Quelle: | 21. Kasseler Abfall- und Bioenergieforum - 2009 (April 2009) |
Seiten: | 9 |
Preis: | € 4,50 |
Autor: | Dipl. Ing. Hendrik Seeger |
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