Die von Altablagerungen ausgehenden Emissionen, und das damit verbundene Gefährdungspotential, werden maßgeblich vom Abbaugrad der organischen Substanz und deren Stabilität geprägt. Im Gegensatz zu kostspieligen Räumungsmaßnahmen bietet das Verfahren der In-situ-Aerobisierung die Möglichkeit, den Stabilisierungsprozess in der Deponie zu forcieren. Ziel hierbei ist es, das Emissionspotential mit vertretbarem wirtschaftlichem Aufwand innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes zu verringern.
Ergänzend zu den Standardparametern, wie zum Beispiel dem unter intensivem Chemikalieneinsatz zu bestimmenden chemischen Sauerstoffbedarf (CSB), wurde die 'Fourier-Transform Infrared (FTIR)'-Spektroskopie zur Charakterisierung von Sickerwässern aus belüftetem Abfallmaterial angewandt. Ziel ist es, mittels FTIR-Spektroskopie analog zur Feststoffanalytik, wo sich diese zur Charakterisierung der organischen Substanz und deren Stabilität bereits bewährt hat, aussagekräftige Indikatoren abzuleiten, die Veränderungen im Sickerwasser bei In-situ-Belüftung des Abfallmaterials in Altablagerung deutlich machen.
Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben |
Quelle: | Depotech 2008 (November 2008) |
Seiten: | 4 |
Preis: | € 2,00 |
Autor: | Dipl.-Ing. Oliver Gamperling Dr. Katharina Meissl Dipl. Ing. Dr. Ena Smidt |
Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
Artikel weiterempfehlen | |
Artikel nach Login kommentieren |
carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der
Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.
Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.
Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.