Chromatreduktion in der ungesättigten Bodenzone

Sechswertige Chromverbindungen (Chromate) haben als Schadstoff eine große Bedeutung. Das Schwermetall Chrom wird in vielen industriellen Prozessen genutzt und gelangt dadurch auch in die Umwelt. Es besteht weltweit eine große Anzahl an Altlasten, die als Hauptkontaminanten chromathaltige Verbindungen aufweisen. Die Oxidationsstufen des Chroms reichen von Null bis +6, wobei fast ausschließlich die beiden stabilsten Formen, das dreiwertige und das sechswertige Chrom in der Natur nachgewiesen werden können.

Am Institut für nachhaltige Abfallwirtschaft und Entsorgungstechnik (IAE) wird zur Zeit ein Forschungsprojekt abgewickelt, welches von öffentlicher Hand (Kommunalkredit Public Consulting und Land Kärnten) gefördert wird und sich mit der chemischen in-situ Reduktion von Chromatschäden in der ungesättigten Bodenzone beschäftigt. Diese Dekontaminationsvariante eignet sich gut für durchlässige Böden, in denen mit Hilfe von Reduktionsmitteln chemisch reduzierende Bedingungen geschaffen werden können. Zu diesem Zweck wurde am IAE eine Bodensäulenanlage angeschafft, die es ermöglicht, unter ungesättigten Bedingungen die Chromatreduktion bei künstlichem Einbringen von Reduktionsmittel zu beobachten. Diese Sanierungsvariante, die ein Auskoffern des mit Chromat verseuchten Bodens obsolet macht, stellt eine interessante Alternative bei beengten Platzverhältnissen (bebaute oder betrieblich genutzte Standorte) dar.



Copyright: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben
Quelle: Depotech 2008 (November 2008)
Seiten: 4
Preis: € 2,00
Autor: Peter Müller
 
 Diesen Fachartikel kaufen...
(nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links)
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

Stand der Pumpspeicher in Deutschland 2025
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Infolge des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist ein erhöhter Speicherbedarf im Stromverbundnetz notwendig. Hierdurch steigt die Bedeutung von Pumpspeichern als bis auf weiteres einzige Möglichkeit für eine großmaßstäbliche Stromspeicherung.

Pumpspeicherkraftwerke - Empfehlungen zur Verkuerzung und Vereinfachung von Genehmigungsverfahren in Deutschland
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Die Genehmigungsverfahren sind sehr komplex sowie mit hohen Kosten und rechtlichen Unsicherheiten verbunden und dauern oftmals mehr als zehn Jahre.

Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg - Sanierung des Oberbeckens
© Springer Vieweg | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH (12/2025)
Im Rahmen der Revitalisierung des Pumpspeicherwerks Happurg haben im September 2024 auch die Arbeiten zur Sanierung des zugehörigen Oberbeckens begonnen.