Untersuchungen und Beurteilungen zum Langzeitverhalten von Reststoffen aus der Müllverbrennung sind wesentlich für die Dauer der Nachsorge einer Deponie. Aufgrund der zum Teil sehr hohen Salz- und Schwermetallkonzentrationen im Deponiesickerwasser, als Folge der Alterung der Reststoffe, muss dieses unter Umständen mit unterschiedlichen Verfahren nachbehandelt werden, um dann in das kommunale Abwassernetz eingeleitet werden zu können. Generell wird davon ausgegangen, dass Salzgehalte in den Schlacken bereits innerhalb von Jahren bis Jahrzehnten aus dem Deponiekörper freigesetzt werden.
Sperrschichten im Sinne von semipermeablen Schichten mit unterschiedlichen Korngrößen können in unterschiedlichen Bereichen einer Deponie während der Betriebsphase entstehen. Mittels Säulenversuchen im Labormaßstab wurde die Wirkungsweise einer Sperrschicht auf die Feststoff- und Sickerwasserentwicklung untersucht. Der Einbau einer Sperrschicht hat dazu geführt, dass sich die Durchlässigkeit für das perkolierende Sickerwasser verändert. Die Feststoffuntersuchungen haben belegt, dass vor allem die feinkörnige Sperrschicht als Folge des Sickerwasserrückstaus vergleichsweise hohe Wassergehalte aufweist. Das Milieu unmittelbar unterhalb der Sperrschicht ist deutlich trockener. Die Aufkonzentration der leichtlöslichen Salze im Sickerwasser zusammen mit dem Wechsel des Wassergehalts in den Schichten führen letztlich zu einer Ausfällung aus der Porenlösung. Erhöhte Salzkonzentrationen im Eluat v.a. im Bereich unterhalb der Sperrschicht belegen diese Beobachtung. Ein Korngrößenwechsel verstärkt somit die Salzakkumulation in diesem Bereich. Die Laborversuche wurden unter wasserungesättigten Bedingungen durchgeführt. Es hat sich gezeigt, dass ein Wechsel von Bewässerungs- und Trocknungsphasen die Salzakkumulation entlang der Korngrenzen verstärkt.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben |
| Quelle: | Depotech 2008 (November 2008) |
| Seiten: | 6 |
| Preis: | € 3,00 |
| Autor: | Dr. Daniela Sager |
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