Schädliche Inhaltsstoffe gefährlicher Abfälle können durch Zugabe geeigneter Additive chemisch umgewandelt und damit im Idealfall in nicht gefährliche Verbindungen überführt werden. Gefährliche Inhaltsstoffe wie z.B. Schwermetalle, die chemisch nicht umgewandelt werden, können aus löslicher Form in unlösliche, langzeitstabile Verbindungen umgesetzt werden, um eine dauerhafte Einbindung in die Abfallmatrix zu gewährleisten. Kenntnisse über das Langzeitverhalten der Stabilisate sind unerlässlich, um die Nachhaltigkeit der Schadstoffeinbindung bewerten zu können.
Schädliche Inhaltsstoffe gefährlicher Abfälle können durch Zugabe geeigneter Additive chemisch umgesetzt (stabilisiert) und in nicht gefährliche Verbindungen überführt werden. Geochemische Modellberechnungen an drei Stabilisatproben wurden durchgeführt, um das Langzeitverhalten der Stabilisate bei unterschiedlichen Alterungsbedingungen abzubilden. Parallel zu den Modellberechungen fanden experimentelle Untersuchungen (Batchexperimente sowie Säulenversuche im Labor- und Technikumsmaßstab) an den Stabilisaten statt. Es zeigte sich, dass für die untersuchten Stabilisate bei Kontakt mit atmosphärischem CO2 eine langfristige Carbonatisierung auftritt, die eine Absenkung der alkalischen pH-Werte auf neutrale pH-Werte bewirkt. Die Löslichkeiten relevanter Schwermetalle in den Stabilisaten wie von Blei, Kupfer, Nickel oder Zink werden für leicht alkalische bis neutrale pH-Werte während der Carbonatisierungsphase nicht erhöht. Stark saure pH-Bedingungen unter einen pH-Wert von fünf, die zu erhöhten Löslichkeiten vieler Schwermetalle beitragen, sind unter natürlichen Deponiebedingungen, allein durch CO2-Aufnahme und ohne externen Säureeintrag, nicht zu erwarten. Elemente, die in wässriger alkalischer Lösung Oxyanionen ausbilden, wie Antimon, Chrom oder Molybdän, können hingegen bei stark alkalischen Bedingungen erhöhte Mobilitäten aufweisen.
| Copyright: | © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft der Montanuniversität Leoben |
| Quelle: | Depotech 2008 (November 2008) |
| Seiten: | 6 |
| Preis: | € 3,00 |
| Autor: | Dr. Gerhard Heindl |
| Diesen Fachartikel kaufen... (nach Kauf erscheint Ihr Warenkorb oben links) | |
| Artikel weiterempfehlen | |
| Artikel nach Login kommentieren | |
Europäische Rechtsvorgaben und Auswirkungen auf die Bioabfallwirtschaft in Deutschland
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Bioabfälle machen 34 % der Siedlungsabfälle aus und bilden damit die größte Abfallfraktion im Siedlungsabfall in der EU. Rund 40 Millionen Tonnen Bioabfälle werden jährlich in der EU getrennt gesammelt und in ca. 4.500 Kompostierungs- und Vergärungsanlagen behandelt.
Vom Gärrest zum hochwertigen Gärprodukt - eine Einführung
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Auch mittel- bis langfristig steht zu erwarten, dass die Kaskade aus anaerober und aerober Behandlung Standard für die Biogutbehandlung sein wird.
Die Mischung macht‘s - Der Gärrestmischer in der Praxis
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (11/2025)
Zur Nachbehandlung von Gärrest aus Bio- und Restabfall entwickelte Eggersmann den Gärrestmischer, der aus Gärresten und Zuschlagstoffen homogene, gut belüftbare Mischungen erzeugt. Damit wird den besonderen Anforderungen der Gärreste mit hohem Wassergehalt begegnet und eine effiziente Kompostierung ermöglicht.