Die großtechnische Monoverbrennung ist lange etabliert, die Mitverbrennung in Kraft- und Zementwerken Stand der Technik und neue dezentrale Verfahren gewinnen an Bedeutung
Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die Technologien zur thermischen Klärschlammbehandlung. Die großtechnische Verbrennung ist bereits lange etabliert. In kommunalen und industriellen Monoverbrennungsanlagen wird Klärschlamm fast ausschließlich in Wirbelschichtanlagen meist unter Gewinnung von Wärme, Strom oder Prozessdampf verwertet. Die Mitverbrennung erfolgt in Müllverbrennungsanlagen, Kraft- und Zementwerken. Die Müllverbrennung ist die teuerste und ökologisch am wenigsten vorteilhafte Verwertungsart, da sowohl eine Phosphorrückgewinnung aus den Aschen ausgeschlossen ist als auch die Energie nur in geringem Umfang genutzt wird. Stein- und Braunkohlekraftwerke stellen eine schadlose Verwertung mit hoher Energieeffizienz sicher. Die Aschen werden in der Regel im Baubereich verwertet. In den Zementwerken erfolgt, seit einigen Jahren auch in Deutschland, eine simultane energetische und stoffliche Verwertung. Allerdings geht bei den letztgenannten Verwertungswegen die Ressource Phosphor verloren. Darüber hinaus gibt es eine Reihe bereits marktverfügbarer Verfahren zur dezentralen thermischen Behandlung von Klärschlamm in Kleinanlagen, die - ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben - hier ebenfalls vorgestellt werden.
Copyright: | © Rhombos Verlag |
Quelle: | ABFALLWIRTSCHAFT UND KLIMASCHUTZ (Dezember 2008) |
Seiten: | 6 |
Preis: | € 0,00 |
Autor: | Prof. Dr.-Ing. Peter Quicker |
Artikel nach Login kostenfrei anzeigen | |
Artikel weiterempfehlen | |
Artikel nach Login kommentieren |
carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der
Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.
Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.
Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.