Kleine Biomassekessel - Emissionsminderung durch Primärmaßnahmen

Die Emissionen von kleinen Biomassekesseln, die in Europa millionenfach zur Beheizung von Gebäuden eingesetzt werden, tragen zusammen mit den durch Verkehr verursachten Emissionen ganz wesentlich zur Belastung der Luft mit partikelförmigen und gasförmigen Schadstoffen bei, vgl. [1]. Das aktuelle Bestreben auch alternative Biomassesorten (z. B. Getreidekörner, pelletiertes Stroh oder auch Getreideganzpflanzen etc.) in kleinen Heizkesseln zu verbrennen, verschärft die Diskussion erheblich, da diese Brennstoffe aufgrund der im Vergleich zu Holz höheren Gehalte von Problemstoffen (z. B. Asche, Stickstoff, Chlor) ein höheres Emissionspotenzial aufweisen [2].

Durch eine Reihe von Primärmaßnahmen (Temperaturführung, Luftstufung, Reduktionszone, Vermischung, Verbrennungsregelung) kann der Schadstoffausstoß kleiner Biomassekessel zukünftig noch deutlich vermindert werden. Bei der Minderung insbesondere des anorganischen Anteils der staubförmigen Emissionen werden in Zukunft sekundäre Maßnahmen (Staubabscheidetechnik) unumgänglich sein. Die Staubabscheider müssen insbesondere im Partikelgrößenbereich unterhalb von 1 µm einen guten Abscheidegrad aufweisen. Die Anwendung moderner Computergestützter Entwicklungswerkzeuge (z. B. die Numerische Strömungssimulation) wird auch bei der Entwicklung neuer kleiner Biomassekessel eine zunehmend wichtige Rolle spielen.



Copyright: © OTH Amberg-Weiden
Quelle: Biomasse & Abfall - Regionale Brennstoffe Richtig Nutzen (Juni 2008)
Seiten: 10
Preis: € 0,00
Autor: Prof. Dr.-Ing. Stefan Beer
 
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