In der Europäischen Union regeln zahlreiche Gesetze und Verordnungen den Umgang mit Abfallstoffen. Es existiert eine Prioritätenreihung von Maßnahmen im Umgang mit Abfällen, die so genannte Abfallhierarchie. Dabei wird in erster Linie eine Vermeidung angestrebt, gefolgt von Wiederverwendung, stofflicher Verwertung bzw. Kompostierung, thermischer Verwertung und erst als letzte Möglichkeit kommt die Entsorgung (Deponierung) in Frage.
Altkleider werden in den meisten Ländern der Europäischen Union getrennt gesammelt und zu einem Teil einer Wiederverwendung als Bekleidung zugeführt. Diese ökologisch sinnvolle Praxis wirft auch einen Gewinn ab, der jedoch für die Weiterverarbeitung und Entsorgung von nicht wieder verwendbarer Kleidung verwendet werden muss. Ein eben gestartetes Forschungsprojekt hat sich zum Ziel gesetzt, ein Verfahren zu entwickeln, um einen weitaus größeren Anteil des gesammelten Materials gewinnbringend aufzubereiten. Mittels rein mechanischen Verfahren soll ein fasriges Recyclingprodukt hergestellt werden, das gängige und teure Additive im Bereich Baustoffe substituieren kann.
Copyright: | © Wasteconsult International |
Quelle: | Abfallforschungstage 2008 (Juni 2008) |
Seiten: | 11 |
Preis: | € 0,00 |
Autor: | Dr. Andreas Bartl Ingo Marini |
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