Niedertemperatur-Tunneltrockner zur optimierten Wertstoffgewinnung

Die separate Sammlung von Wertstoffen wie Papier, Glas, Metall, Elektronikschrott und Bioabfall zur stofflichen Verwertung ist allgemein anerkannt; heiß diskutiert wird demgegenüber die Sinnhaftigkeit der getrennten Sammlung von Verpackungsabfällen. Die positive Entwicklung der werkstofflichen Verwertung von Abfällen ist zum einen der rasanten technischen Entwicklung von automatischen Abfallsortiersystemen wie der Nah-Infrarot-Sortiertechnik (NIR) zur Erzeugung sortenreiner Kunststoffe und zum anderen der Ölpreisentwicklung zu verdanken.

Wertstoff- und Energiegewinnung aus Abfall und Biomasse spielen bei der Abfallwirtschaft und globalen Energieversorgung eine immer wichtigere Rolle. Zur Wertstoffgewinnung werden zunehmend automatische Sortiertechniken wie z. B. die Nahinfrarottechnik eingesetzt. Diese arbeiten umso effektiver, je besser die vorgeschaltete Abfallaufbereitung erfolgt. Durch eine Trocknung des Abfalls kann die Aufbereitungstechnik optimiert werden und damit die Sortierquote und -qualität der Wertstoffe wesentlich verbessert werden. Intensivtrockner mit kurzen Verweilzeiten und hohen Trocknungstemperaturen werden bereits zur Abfalltrockung eingesetzt. Das Material ist für Intensivtrockner auf eine Korngröße < ca. 60 mm zu zerkleinern. Aufgrund der notwendigen Zerkleinerung ist eine anschließende Wertstofftrennung kaum noch möglich. Mit dem innovativen Niedertemperatur- Tunneltrockner kann der Abfall in der für die anschließende automatische Sortierung optimalen Kongrößenverteilung von 40 mm - 400 mm getrocknet werden. Für die Trockung reicht ein Abwärmeniveau von 95°C aus.



Copyright: © Wasteconsult International
Quelle: Abfallforschungstage 2008 (Juni 2008)
Seiten: 15
Preis: € 0,00
Autor: Dipl.-Ing. Reinhard Schu
 
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Kommentare:

Guter Überblick von Dipl.-Ing.(TU) Werner P. Bauer 16.06.2008
Der Artikel weist einen guten Überblick über die Möglichkeiten und Grenzen der Trocknung von Abfallströmen vor der Aufbereitung auf. Bei Durchsatzmengen unter 20.000 Tonnen pro Jahr lohnt sich die Trocknung nicht.


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Dipl.-Ing.(TU) Werner P. Bauer
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