Die optimale Prozesssteuerung ist der Baustein zur Effizienzsteigerung in der Bioabfallverwertung. Die in den Anlagen durchgeführte "Rottesteuerung" basiert in der Regel auf Erfahrungswerten, Literaturhinweisen, Abschätzungen und der Temperaturmessung. Dabei wird die Temperaturmessung hauptsächlich aus Gründen des notwendigen Hygienisierungsnachweises durchgeführt. Selbst hier werden vielfach Zuordnungs- und Übertragungsfehler festgestellt.
Die Erzeugung eines Produktes mit hoher und vor allem konstanter Qualität, mit nachweisbarer Hygienisierung und einem gesicherten Absatz ist das Hauptziel der gezielten Verrottung von Stoffgemischen mit organischem Anteil. Die stoffliche Verwertung biologischer Abfälle wird in Deutschland und Europa überwiegend als Kompostierung in unterschiedlichsten Anlagen durchgeführt. Qualitätsgesicherte Kompostprodukte sind ein wertvolles organisch/mineralisches Düngemittel, Torfersatz und Humusprodukt. Optimal geregelt ist Kompostierung somit nicht nur eine praxisgerechte Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz, sondern auch aktiver Klimaschutz. Mit dem zunehmenden Preiskampf um Stoffe und falsch gelenkter Subventionen ist in einem begrenzten Markt mit hohem Wettbewerb die effiziente Produktion gleichbleibender Produktqualitäten, unter der Berücksichtigung gesetzlicher Produktvorgaben und Qualitätsstandards, der entscheidende Wettbewerbsvorteil. Daher wurde eine modellbasierte, produktorientierte Regelung –
Copyright: | © Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH |
Quelle: | 20. Kasseler Abfallforum-2008 (April 2008) |
Seiten: | 9 |
Preis: | € 4,50 |
Autor: | Gereon Stolle Prof. Dr.-Ing. Frank Scholwin |
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