Die deutsche Trinkwasser versorgung im (Klima-)Wandel

Der weltweite Klimawandel wird auch in Deutschland wahrnehmbare Folgen haben. Die allgemeine Temperaturerhöhung und insbesondere die erwartete Zunahme der Wetterextreme in Häufigkeit und Intensität werden den Wasserhaushalt in Deutschland signifikant verändern und somit die Daseinsvorsorge Trink wasser versorgung erschweren. Neben quantitativen Fragen sind auch qualitative Herausforderungen zu vergegenwärtigen. Bereits jetzt können die zukünftigen Mengen- und Qualitätsprobleme antizipiert und entsprechende Anpassungsstrategien und -maßnahmen eingeleitet werden. Ansatzpunkte für eine Anpassung werden sein, das Multibarrieren system zu stärken, Verbundlösungen einzurichten oder auszubauen sowie neue Aufbereitungstechnologien einzuführen.

Durch den Klimawandel wird weltweit die Daseinsvorsorge für die Menschen besonders betroffen sein [1]. So werden bei fortschreitender Erwärmung der Erde voraussichtlich hunderte Millionen Menschen unter Wasserknappheit, Hunger und (küstennahen) Über schwemmungen zu leiden haben [2]. Bereits jetzt nimmt der Klimawandel einen wahrnehmbaren Verlauf. Die mit ihm in Verbindung gebrachten Folgen treten immer zügiger auf und rücken zunehmend in das öffentliche Bewusstsein. Wie es die jüngeren Veröffentlichungen eindringlich in Erinnerung rufen, wird der Klimawandel auch das Wettergeschehen in Deutschland signifikant
verändern [3]. So werden für Deutschland Hitzewellen, andauernde Trockenheit, heftiger Regen und daraus resultierend Schäden in Milliardenhöhe vorausgesagt. Bezogen auf den Wasserhaushalt wird eine steigende Gefahr für Hochwasser im Winter und Frühjahr und häufigeres Niedrigwasser im Sommer sowie sinkende Grundwasser spiegel – insbesondere in Ost-Deutschland – prognostiziert [3].



Copyright: © Vulkan-Verlag GmbH
Quelle: GWF 03/2008 (März 2008)
Seiten: 7
Preis: € 7,00
Autor: Prof. Dr.-Ing. Stephan Köster
 
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