Praxisbeispiele zur aeroben in situ Stabilisierung

Mit der aeroben in situ Stabilisierung von Deponien und Altablagerungen wird das Ziel verfolgt, die Schadstoffemissionen der abgelagerten Abfälle mit hohen organischen Anteilen nachhaltig und kontrolliert zu vermindern und den Aufwand wie die Dauer von Deponienachsorgemaßnahmen zu reduzieren.

Die aerobe in situ Stabilisierung mit der Niederdruckbelüftung wurde zwischen 2000 und 2007 auf drei Deponien und Altablagerungen erfolgreich umgesetzt. Umfassende Monitoringprogramme und insbesondere die wissenschaftliche Begleitung auf der Altdeponie Kuhstedt haben den positiven Verlauf und die Überführung des Deponiekörpers in einen emissionsarmen Zustand bestätigt bzw. nachgewiesen.

Die Nachsorgezeiträume für den Emissionspfad Sickerwasser verkürzen sich bei der in situ Belüftung gegenüber strikt anaeroben Bedingungen daher mindestens um mehrere Jahrzehnte. Zum Abschluss der aeroben in situ Stabilisierung wird eine Qualität des Gashaushalts hinsichtlich der Restemissionen und ein Setzungsverhalten erreicht, die nach den quantitativen Vorschlägen, die im Zusammenhang mit der Erarbeitung der neuen Deponieverordnung diskutiert werden, bereits eine Entlassung aus der Nachsorge erlauben würden.



Copyright: © Verlag Abfall aktuell
Quelle: Band 31 - Deponietechnik 2008 (Februar 2008)
Seiten: 22
Preis: € 0,00
Autor: Dr.-Ing. Kai-Uwe Heyer
Dr.-Ing. Karsten Hupe
Dipl.-Ing. Astrid Koop
Prof. Dr.-Ing. Rainer Stegmann
 
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