Geteilter Markt - Klärschlamm - Brennstoff und Dünger

Der europäische Markt für Anlagen zur Behandlung und Verwertung von Klärschlamm durchläuft derzeit einen bedeutsamen Wandlungsprozess. Gekennzeichnet ist er einerseits durch ein signifikantes Wachstum. Andererseits gibt es gravierende Unterschiede hinsichtlich der benötigten Kapazitäten und Technologien.

13.04.2005 In einer aktuellen Analyse prognostiziert die Unternehmensberatung Frost & Sullivan (Frankfurt/M.) für den europäischen Markt für Klärschlamm-Aufbereitungsanlagen ein Wachstum von 1,46 Mrd. Euro im Jahr 2004 auf rund 2,1 Mrd. Euro im Jahr 2010. Hauptsächliche Antriebsfaktoren für diese Entwicklung sind europäische und nationale Richtlinien, Gesetze und Verordnungen. Sie stellen die Behandlung von Abwässern, aber auch die Verwertung und Beseitigung von Klärschlämmen unter immer schärfere Kontrollen. Das wiederum erhöht nicht nur die Klärschlamm-Menge, sondern auch die Anforderungen an die Verfahren für Verwertung und Entsorgung. Gerade hierin aber sieht das Frankfurter Consulting-Unternehmen beträchtliche Marktchancen für die Anbieter von Verfahren, Anlagen, Zubehör und Dienstleistungen. Wichtiger Motor für die Steigerung der zu entsorgenden Schlamm-Mengen in Europa ist die Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser von 1991. Danach müssen bis zum 31. Dezember 2005 alle Gemeinden ab einem Einwohnerwert von 2.000 EW an die Kanalisation angeschlossen sein und über eine Abwasserbehandlung verfügen, die mindestens der zweiten, also der biologischen Reinigungsstufe gerecht wird. Die Kläranlagen von Gemeinden in Wasserschutzgebieten mit mehr als 10.000 EW müssen darüber hinaus mit Verfahren zur Behandlung von Stickstoff und Phosphor (dritte Reinigungsstufe) ausgestattet sein...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Frost & Sullivan, Bundesumweltministerium (BMU), Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL)
Autorenhinweis: Heinz-Wilhelm Simon 



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: April 2005 (April 2005)
Seiten: 3
Preis: € 0,00
Autor: Heinz-Wilhelm Simon
 
 Artikel nach Login kostenfrei anzeigen
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.

Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.

Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.