Zeche geprellt - Selbstentsorger unterlaufen die Verpackungsverordnung

Naturschutzbund, Duales System und BDE schlagen Alarm: Immer mehr Recyclingpreller gefährden ein System, von dem die Verbraucher bislang annahmen, es funktioniere. Offensichtlich wird jede dritte Verpackung rezykliert, ohne dass dafür bezahlt wird.

26.12.2005 Mancher Verbrauchermarkt bietet seinen Kunden am Ausgang die Möglichkeit, seine Verpackung gleich im Geschäft zu lassen. Ein kleiner Service, denkt der ahnungslose Kunde. Dass es sich bei dem Discounter um einen so genannten Selbstentsorger handelt, der zwar ungeniert seine Produkte samt Verpackung und Grünem Punkt verkauft, aber dem Dualen System Deutschland (DSD AG) seine Gebührenzahlungen verweigert, weiß nur der Insider. Jeder Kunde müsste demnach seine in diesem Geschäft erworbene Verpackung treu und brav wieder zurück bringen und nicht etwa über seinen Gelben Sack oder seine Wertstofftonne entsorgen...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Naturschutzbund (NABU), Duales System Deutschland (DSD AG), Bundesnverband der Deutschen Entsorungswietschaft (BDE), Müller, Schlecker, Rossmann, Berndt & Partner, Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt (AGVU), Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM)
Autorenhinweis: Martin Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: November/Dezember 2005 (November 2005)
Seiten: 2
Preis: € 0,00
Autor: Martin Boeckh
 
 Artikel nach Login kostenfrei anzeigen
 Artikel weiterempfehlen
 Artikel nach Login kommentieren


Login

ASK - Unser Kooperationspartner
 
 


Unsere content-Partner
zum aktuellen Verzeichnis



Unsere 3 aktuellsten Fachartikel

carboliq® - Direktverölung gemischter Kunststoffabfälle
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die Forderung nach Klimaneutralität dominiert die globale Diskussion über die Zukunft der Industriegesellschaft. Damit einher geht auch die Frage, wie der Umgang mit Kunststoffen in Zukunft erfolgen wird.

Nutzungskonflikt zwischen Carbon-Capture-Anlagen und Fernwärme?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) hat sich das Ziel gesetzt, bis 2045 klimaneutral zu werden. Mit 17 Standorten verfügt EEW über eine Verbrennungskapazität von ca. 5 Millionen Tonnen Abfall pro Jahr.

Abfall- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland im internationalen Vergleich - Spitzenplatz oder nur noch Mittelmaß?
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (4/2025)
Neben der Umstellung der künftigen Energieversorgung auf ein zu 100 % erneuerbares Energiesystem ist die Abfall- und Kreislaufwirtschaft die zweite zentrale Säule im Rahmen der globalen Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft und Gesellschaft.