System in Gefahr - Erschwerte Bedingungen für duale Systeme

Die Verpackungsverordnung muss dringend novelliert werden, fordert stellvertretend für die dualen Systeme das 'Duale System Deutschland GmbH'. Trittbrettfahrer, Totalverweigerer und angebliche Selbstentsorger gefährden offensichtlich Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verbrauchsverpackungen in Deutschland. Die Botschaft ist nicht neu, doch die Situation spitzt sich zu.

19.06.2006 "In spätestens zwei Jahren schreiben wir rote Zahlen. Dann droht dem gesamten dualen System das Aus", drohte Stefan Schreiter, Geschäftsführer der Duale System Deutschland GmbH (DSD) bei der Vorstellung des letztjährigen Mengenstromnachweises vor der Fachpresse in Bonn. Trittbrettfahrer, die keine Lizenzgebühren an duale Systeme zahlen und angebliche Selbstentsorger, die beispielsweise in Drogerieketten den Endkunden Alibi-Rücknahmemöglichkeiten für ihre Verkaufsverpackungen anbieten, entziehen der Entsorgungsbranche jährlich 700 bis 900 Mio. Euro. Nach Untersuchungen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM), die das DSD zitierte, sind inzwischen 25 Prozent der Verkaufsverpackungen, die an private Haushalte abgegeben wurden, weder bei einem dualen System, von denen es in Deutschland neben dem DSD noch drei weitere gibt, lizenziert noch bei einem Selbstentsorger. Derlei Trittbrettfahrer oder gar Totalverweigerer gefährden demnach das bewährte Sammel- und Verwertungssystem. Die Kinder beim Namen bzw. die Namen der Trittbrettfahrer nennen möchte das DSD jedoch nicht...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Duale System Deutschland GmbH (DSD) Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM), Remondis
Autorenhinweis: Martin Boeckh



Copyright: © Deutscher Fachverlag (DFV)
Quelle: Juni 2006 (Juni 2006)
Seiten: 3
Preis: € 0,00
Autor: Martin Boeckh
 
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